Die Erziehung Niederländisch-Indiens: Westliche, islamische und chinesische Moralerziehung in Frauenschulen, 1900 - 1930
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Im frühen 20 Jhd. begannen Reformer im kolonialen Indonesien, Projekte zur Bildung junger Frauen zu entwickeln. Dieses Vorhaben wurde von drei sehr unterschiedlichen sozialen Milieus (der javanischen Elite, islamischen Gruppen und von Überseechinesen) formuliert, die allesamt die weibliche Moralerziehung in den Mittelpunkt ihrer jeweiligen Anstrengungen stellten. Alle drei Milieus etablierten neue Schulsysteme, die auf die moralische Erziehung der Frauen zielten. Frauenbildung war in diesem Kontext immer auch ein Mittel zum Zweck der Bildung und Vergemeinschaftung ethnischer, religiöser und kultureller Gruppen. Das Projekt will untersuchen, wie die Bildungsprojekte für Frauen und die Betonung der Moralerziehung sich in das Bemühen um eine koloniale Form der Moderne einfügten. Durch eine detaillierte Untersuchung der an europäischen, islamischen und chinesischen Modellen angelehnten Bildungsinitiativen strebt es an, einen Beitrag zu bislang vernachlässigten Dimensionen der Formierung von sozialen sowie ethnischen religiösen Gruppen im kolonialen Indonesien zu leisten.
Projektdetails
- Projektart
- Forschungsprojekt
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Fachliche Zuordnung
- Neuere und Neueste Geschichte
- Beginn
- 2014
- Ende
- 2018
- Finanzierung
- Deutsche Forschungsgemeinschaft - Sachbeihilfe
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Geschichts- und Kulturwissenschaften
- Institut/Seminar
- Friedrich-Meinecke-Institut
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Globalgeschichte
Projektteam
- Leitung
- Univ.-Prof. Dr. Sebastian Conrad
- Mitarbeiter*innen
- Prof. Dr. Vincent J.H. Houben, Dr. Sri Margana
Kontakt
- Homepage 2
- gepris.dfg.de
Schlagwörter
20. Jahrhundert; Allgemeinbildung; Bildungswesen; Frauenbildung; Indonesien; Islam; Kolonialismus; Moral; Nationalismus