Die Erinnerungen ehemaliger NS-Zwangsarbeiter_innen aus der Sowjetunion
LaufendKurzbeschreibung
Meine Dissertation ist eine Auswertung der russischen Interviews aus dem Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939 – 1945. Erinnerungen und Geschichte“. Die Arbeit enthält eine doppelte Fragestellung: Einerseits zielt sie auf Emotionen sowie psychische Vorgänge - besonderes Augenmerk liegt auf dem Konzept der psychologischen Ressourcen und Resilienz - und andererseits auf die Merkmale des kulturell und historisch spezifischen Diskurses der vorliegenden Erinnerungsnarrative aus dem sowjetischen und postsowjetischen Kontext. Die Ergebnisse sollen anhand der Darstellung der Emotionen und der psychologischen Ressourcen einen Ausblick auf die psychische Leistung der Bewältigung traumatischer Unrechtserfahrungen innerhalb der Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter_innen geben. Diese Art der Bewältigung ist immer von der psychischen Disposition des Einzelnen abhängig, erfolgt jedoch ebenso durch eine kollektive Sinngebung des Erlebten, die anhand einer Einordnung in ein diskursives, kulturelles Deutungsgewebe erfolgt. Diese Einordnung und somit die Verknüpfung einer psychologischen Perspektive mit einem geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisinteresse soll Ergebnis der Arbeit sein.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Beginn
- 2012
- Finanzierung
- Evangelischen Studienwerk
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Geschichts- und Kulturwissenschaften
- Institut/Seminar
- Osteuropa-Institut
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Neuere Geschichte
Projektteam
- Leitung
- Grete Rebstock
Forschende
-
Grete Rebstock
Ehemalig