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Portal „Datensammlungen Geschlechterforschung”

Social Construction of Gender-(un)fairness - An Analysis of Educational Material and Individual Language Use / Soziale Konstruktion von Geschlechter(un)gerechtigkeit

Abgeschlossen

Kurzbeschreibung

Das Dissertationsprojekt umfasst vier Studien zum Thema Gleichstellung, Geschlechterrollen und Kommunikation. Ausgangslage sind zum einen Indikatoren zur Gleichstellung der Geschlechter, welche nach wie vor auf ein Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern bezüglich ihrer Beteiligung im wirtschaftlichen und politischen Sektor aufweisen (z.B. World Economic Forum, 2012). Zum anderen hat die Forschung der vergangenen Jahrzehnte aufgezeigt, dass durch die Bildung von Geschlechterstereotypen, Erwartungen und Normen bezüglich des Verhaltens von weiblichen und männlichen Personen gebildet werden. Bereits Kinder erwerben früh Wissen zu Geschlecht, welches sich über die Jahre der Entwicklung hinweg von rigiden zu flexibleren Vorstellungen entwickelt. Geschlechterstereotypen werden über Medien und interpersonale Kommunikation vermittelt und tragen oft zur Erhaltung dieser bei. Ein wichtiger Aspekt dieses Dissertationsprojektes ist die Kommunikation, genauer geschlechtergerechte Sprache. Die Verwendung des generischen Maskulinums (z.B. Schüler, zur Bezeichnung von männlichen Personen, aber auch gemischtgeschlechtlichen Gruppen oder Personen mit unbekanntem oder unspezifischem Geschlecht) wird seit Jahren von Seiten der feministischen Linguistik kritisiert. Die Kritik bezieht sich insbesondere darauf, dass durch die Verwendung des generischen Maskulinums Frauen in der Sprache nicht sichtbar sind, weil sie nicht explizit genannt werden. Die für dieses Dissertationsprojekt durchgeführten Studien sollen einerseits einen Überblick über (1) Geschlechter(un)gerechtigkeit in Unterrichtsmaterialien und andererseits (2) zu Einflussfaktoren eines geschlechtergerechten Sprachgebrauch aufzeigen. Das Ziel von Studie 1 war die Erstellung eines Kategoriensystems zur Erfassung von Geschlechterdarstellungen in Texten und Bilder in aktuell verwendeten Deutsch- und Mathematikbücher in Deutschland. In Studie 2 wurde das in Studie 1 entwickelte Kategoriensystem auf neun Deutsch- und neun Mathematikbücher der Klassenstufen eins, drei und fünf angewendet. In Studie 3 lag der Fokus auf Lehrmittel für englische Schulkinder im Alter von 5 bis 9 Jahren. Das Ziel der vierten Studie war, herauszufinden, welche Faktoren einen geschlechter(un)gerechten Sprachgebrauch beeinflussen und ob Personen geschlechtergerechte Sprache oder das generische Maskulinum verwenden.

Projektdetails

Projektart
Dissertation
Fachgruppe
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Ende
2013

Einrichtung

Fachbereich/Zentralinstitut
Erziehungswissenschaft und Psychologie
Fachgebiet/Arbeitsbereich
Arbeitsbereich Schul- und Unterrichtsforschung

Projektteam

Publikationen

https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/12511

Forschende