Sind Jungen die neuen Bildungsverlierer? Empirische Evidenz, mögliche Ursachen und pädagogisch-psychologische sowie bildungspolitische Schlussfolgerungen
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Studien unseres Vorgängerprojektes, in dem mögliche Gründe für die - im Vergleich zu Mädchen - ungünstigeren Bildungskarrieren von Jungen untersucht wurden, zeigten, dass Jungen auf das "Stereotyp vom männlichen Bildungsverlierer" mit Leistungseinbußen in weiblich konnotierten Schulfächern reagieren und dass es vor allem explizite, gezielte Inszenierungen von Maskulinität sind, aufgrund derer Jungen mit schulischen Anforderungen in Konflikt geraten. Im Fortsetzungsprojekt wird die bewusste Selbstdarstellung als männlich ("acting male") in seinen verschiedenen Facetten beschrieben und in seinen Auswirkungen auf schulische Motivation und Leistung untersucht. Studien zu zwei Teilaspekten von acting male sind geplant: Bemühen von Jungen, den Anschein von schulischer Anstrengung zu vermeiden und zum Bestreben von Jungen, sich als autonome Lerner darzustellen. In weiteren Studien sollen Treatments erprobt werden, die in schulische Interventionen übersetzt werden könnten und darauf abzielen, acting male im Schulkontext für Jungen psychologisch überflüssig zu machen oder aber die negativen Auswirkungen von acting male auf die schulische Motivation und Leistung von Jungen zu verhindern. Im Projekt wird die derzeit öffentlichkeitswirksam geführte Diskussion um eine mögliche Benachteiligung von Jungen in der Schule auf eine wissenschaftlich fundierte Grundlage gestellt. Mögliche Gründe für die - im Vergleich zu Mädchen - ungünstigeren Bildungskarrieren von Jungen werden theoretisch integriert und empirisch geprüft.
Projektdetails
- Projektart
- Forschungsprojekt
- Fachgruppe
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Fachliche Zuordnung
- Entwicklungspsychologie
- Fachliche Zuordnung 2
- Pädagogische Psychologie
- Beginn
- 9/1/2013
- Ende
- 8/31/2015
- Finanzierung
- Deutsche Forschungsgemeinschaft - Sachbeihilfe
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Erziehungswissenschaft und Psychologie
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Arbeitsbereich Bildungsforschung / Heterogenitäet und Bildung
Projektteam
- Leitung
- Univ. - Prof. Dr. Ursula Kessels
- Mitarbeiter*innen
- Dr. phil. Martin Latsch, Dipl.-Psych. Anke Heyder
Kontakt
- Homepage 2
- gepris.dfg.de
Schlagwörter
Geschlecht; Geschlechterforschung; Jungen; Leistung; Leistungsbereitschaft; Lernen; Lernpsychologie; Motivation; Psychologie; Pädagogische Psychologie; Schule ; Boys; Commitment; Gender; Gender Studies; Learning; Motivation; Pedagogic Psychology; Performance; Psychology; Psychology of Learning; School
Publikationen
http://web.b.ebscohost.com/ehost/detail/detail?vid=0&sid=f11e62b5-c894-4e5e-ba9c-8bc745e6be5f%40sessionmgr104&bdata=JnNpdGU9ZWhvc3QtbGl2ZQ%3d%3d#AN=109324252&db=sih
Forschende
-
Univ. - Prof. Dr. Ursula Kessels
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