Die Kritik der Wörter: Geschlecht, Lust und Sprache in al-Shidyaqs 'al-Saq' (1855)v
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Mein Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der literarischen Sprachbetrachtung als Form der Gesellschaftskritik im 19. Jahrhundert. In der Nahḍa, der literarischen und kulturellen Erneuerungsbewegung der arabischen Welt von Mitte des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, vollzieht sich ein „lexicographical turn“ (Bou Ali), eine neue Hinwendung zur arabischen Sprache unter den veränderten Vorzeichen der Zeit. Zu seinen wichtigsten Akteuren zählt Aḥmad Fāris aš-Šidyāq (ca.1805–1887), der sich in zahlreichen lexikographischen, pädagogischen und essayistischen Werken mit der arabischen Sprache und ihrer Rolle für die Nahḍa auseinandersetzt. Mit as-Sāq ʿalā s-sāq fī mā huwa l-Fāryāq (‚Bein über Bein – Über al-Fāryāqs Dasein‘) verfasst aš-Šidyāq ein epochales Werk, indem er Lexikographie literarisch inszeniert. Mein Dissertationsprojekt macht erstmals in der Forschung diese Inszenierung als weitreichende Gesellschaftskritik lesbar. Durch eine sprachwissenschaftliche bis wortspielerische ‚Kritik der Wörter‘, so meine These, erschafft as-Sāq aus der vormodernen Sprache einen Verhandlungsraum der Moderne. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Analyse von Geschlecht, Lust und Sprache.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Beginn
- 2011
- Ende
- 2015
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Philosophie und Geisteswissenschaften
- Institut/Seminar
- Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Projekt "A Digital Synopsis of the Mishnah and Tosefta"
Projektteam
- Leitung
- Dr. Christian Junge
Kontakt
Forschende
-
Dr. Christian Junge
Ehemalig