Die Homosexuellenbewegung und die Rechtsordnung in der Bundesrepublik 1949-2002
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Teil der DFG-Forschungsgruppe „Recht – Geschlecht – Kollektivität“ (FOR). Das Teilprojekt untersucht die homosexuelle Emanzipationsbewegung der Bundesrepublik in ihrer Auseinandersetzung mit der deutschen Rechtsordnung im Zeitraum von der Gründung der Bundesrepublik 1949 bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungskonformität des Lebenspartnerschaftsgesetzes (LPartG) im Jahr 2002. Ausgehend von der Hypothese einer emanzipatorischen Rechtsaneignung durch die Homosexuellenbewegung fragt das Teilprojekt nach den Zusammenhängen zwischen Prozessen der Entkriminalisierung und Entdiskriminierung und der Formierung politischer Kollektive und Subkulturen. Untersucht werden die Kriminalisierung mann-männlicher Sexualität durch § 175, Berufsverbote und schwul-lesbisches Gewerkschaftliches Engagement, die Aids-Krise der 1980er und 90er Jahre sowie Debatten über die sog. "Homo-Ehe". Mithin geraten die Rechtsgebiete Strafrecht, Sozialrecht, Zivilrecht, Gesundheitsrecht und Arbeitsrecht in den Blick. Dabei stehen die Rechtsdebatten und Rechtspraxen der Homosexuellenbewegung im Fokus, sowie die Funktion und Bedeutung von Recht im Kontext der Kollektivbildung und politischen Emanzipation.
Projektdetails
- Projektart
- Forschungsprojekt
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Fachliche Zuordnung
- Neuere und Neueste Geschichte
- Beginn
- 2018
- Ende
- 2020
- Finanzierung
- DFG
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Geschichts- und Kulturwissenschaften
- Institut/Seminar
- Friedrich-Meinecke-Institut
Projektteam
Kontakt
- Homepage
- geschkult.fu-berlin.de
- Homepage 2
- gepris.dfg.de
Publikationen
https://hsl.hypotheses.org/
Forschende
-
Adrian Lehne
Aktuell -
Univ. - Prof. Dr. Martin Lücke
Aktuell -
Dr. Veronika Springmann
Ehemalig