Umgang mit der Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) unter schwulen Männern in Berlin
AbgeschlossenKurzbeschreibung
"PrEP – “Prä-Expositions-Prophylaxe“ – ist eine neue biomedizinische Technologie, die bei regelmäßiger Einnahme einen effektiven Schutz vor einer HIV-Infektion bietet. In Deutschland ist das Medikament seit Oktober 2016 als verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich und die Kosten werden seit September 2019 für „Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko“ – insbesondere Männer, die mit Männern Sex haben – von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Verfügbarkeit dieser HIV-Präventionsmethode hat erneut Diskussionen darüber angeregt, was als „sichere“ Sexpraktik bzw. „risikoreiches“ Verhalten gilt und ob die medikamentöse Prophylaxe zu einer Ausbreitung anderer sexuell übertragbarer Infektionen beiträgt. Mein Promotionsvorhaben untersucht die Prophylaxe im Leben schwuler Männer in Berlin sowie Präventionsinitiativen und subkulturelle Diskurse, innerhalb derer die PrEP situiert ist. Dabei stelle ich die Frage, wie die PrEP verkörperte Subjekte formt und intime Begegnungen (mit-)gestalten: Wie nehmen schwule Männer ihre Sexualität wahr, wie gehen sie intime Kontakte ein, positionieren sich gegenüber Zuschreibungen als „Risikogruppe“ und gehen mit HIV/AIDS-Stigmata um?"
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Politik- und Sozialwissenschaften
- Institut/Seminar
- Institut für Sozial- und Kulturanthropologie
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Medical Anthropology
Projektteam
- Leitung
- Max Schepf, Max Schnepf (WiMi)
Kontakt
- max.schnepf@fu-berlin.de
- Homepage
- polsoz.fu-berlin.de
Forschende
-
Max Schepf
Aktuell -
Max Schnepf (WiMi)
Aktuell