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Portal „Datensammlungen Geschlechterforschung”

Mobilities - The Constant Flux of Gendering Practices

Abgeschlossen

Kurzbeschreibung

Unter den Bedingungen von Globalisierung und expansiver Weltmarktentwicklung wird die Mobilität von Kapital, Menschen, Waren, Dienstleistungen und Informationen zu einem Imperativ, dessen Befolgung zentrale gesellschaftliche Transformationen nach sich zieht. Zu erwarten und bereits zu beobachten sind die Veränderungen im Zusammenhang von Arbeits-, Geschlechter-, Familien- und Generationenverhältnissen. Das Ziel dieses Forschungsclusters ist die produktive Zusammenführung der inter/nationalen Mobilitäts- und Genderforschung, wobei vor allem die Dimension der Praxen von Mobilität als Praktiken des doing gender in den Blick genommen werden soll. Seit den 1990er Jahren fungiert die Generierung und Anwendung von Gender-Wissen in den verschiedenen Handlungs- und Gestaltungsbereichen der Wissenschaft. Hierbei ist Gender-Wissen keine eigene Disziplin, sondern eine „Querschnittswissenschaft“, welche die Weiterentwicklung der Fachdisziplinen in den Geistes-, Sozial-, Technik- und Naturwissenschaften befördert und zu deren Profilierung und Modernisierung beiträgt. Hieran anknüpfend besteht ein Ziel darin, auf einer Metaebene die epistemischen Dimensionen der bisherigen Mobility-Forschung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Es geht dabei um die erkenntnistheoretische Rekonstruktion der bisherigen forschungsleitenden Begriffe und Annahmen der Mobilities-Forschung, d.h. um bisherige Konzeptualisierungen von Raum und Zeit, von sozialer Mobilität sowie der Körperlichkeit von Mobilität und darum, wie Vergeschlechtlichungen in diese eingeschrieben sind. Eine zweite Dimension des Clusters strebt Reflexion und Neuausrichtung von interdisziplinären Forschungsperspektiven an. Schließlich geht es um die Entwicklung von gegenstandsangemessenen und gendersensiblen methodischen Zugängen, die der schnellen Entwicklung neuer Mobilitäten gerecht werden und die Vielfalt der hier vollzogenen gendering practices sichtbar machen, theoretisch fassen und in ihren praktischen Folgen diskutieren. Zu erwarten ist, dass dieses Wissen über Genderisierungsprozesse in Mobilities eine adäquatere Basis für die Planung, Gestaltung und Regulation von Mobilities bis zur Entwicklung von zukünftigen Alternativen, die sich an Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit orientieren, darstellt.

Projektdetails

Projektart
Exzellenzinitiative-Clusterprojekte
Fachgruppe
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Finanzierung
DFG-Zukunftskonzept

Einrichtung

Fachbereich/Zentralinstitut
Politik- und Sozialwissenschaften
Institut/Seminar
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Fachgebiet/Arbeitsbereich
Arbeitsstelle Journalistik

Projektteam

Schlagwörter

Arbeit; Familie; Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften; Generation; Generationenbeziehungen; Generationenverhältnis; Geschlecht; Gesellschaft; Graduiertenkolleg; Interdisziplinäre Forschung; Naturwissenschaften; Politische Wissenschaften allgemein; Soziologie; Technische Wissenschaften

Forschende