Marginalisierung und Förderung. Historikerinnen im geteilten Deutschland von den sechziger Jahren bis zur Wiedervereinigung.
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Das Promotionsprojekt soll durch eine komparative empirische Studie zur Erforschung genderspezifischer Erfahrungen in der Geschichtswissenschaft in den 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten beitragen. Vor allem die Frage nach der Segregation der Geschlechter ist für die Aufarbeitung der Geschichte des Faches erklärungsbedürftig. Schon 1981 fragte Hans-Jürgen Puhle „Warum gibt es so wenige Historikerinnen?“ Bis heute ist eine fundierte empirische Analyse dieses zunächst subjektiv wahrgenommenen Befundes ausgeblieben. Mit diesem Projekt sollen anhand der Analyse von sechs historischen Instituten an ausgewählten Universitäten in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR neue Einsichten in die Gründe und Mechanismen der relativen Marginalisierung von Historikerinnen gewonnen und entsprechende Benachteiligungen wie auch Chancen in der doppelten deutschen Geschichtswissenschaft bis 1989 beschrieben werden. Das Promotionsvorhaben begreift sich somit nicht zuletzt als wissenschaftlicher Beitrag im schwierigen Prozess der Verständigung über unterschiedliche und ähnliche Wahrnehmungen und Erfahrungen von Historikerinnen in den Jahren der deutschen und europäischen Teilung.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Fachliche Zuordnung
- Geschichte
- Beginn
- 2013
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Geschichts- und Kulturwissenschaften
- Institut/Seminar
- Friedrich-Meinecke-Institut
Projektteam
- Leitung
- Christoph Meissner
Forschende
-
Christoph Meissner
Ehemalig