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Portal „Datensammlungen Geschlechterforschung”

Geschlechterbilder zwischen Kolonialismus und Globalismus. Eine Interviewanalyse zum Gendernarrativ im generationellen Gedächtnis westafrikanischer Studierender.

Laufend

Kurzbeschreibung

In der historischen Forschung besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass „Geschlecht“ eine Kategorie zur Untersuchung historischer Phänomene darstellt, wobei insbesondere kulturell und diskursiv hergestellte (Macht-) Praktiken im Fokus stehen. Eine abgegrenzte, binäre Einteilung von Mann und Frau wurde seit der europäischen Moderne ab etwa dem 18. Jahrhundert als soziale Differenzkategorie genutzt, um eine Naturalisierung und Klassifizierung einer Zweigeschlechtlichkeit aufgrund biologischer Merkmale zu konstruieren. Derartige Herrschaftsbeziehungen spielen insbesondere in der Kolonialismusforschung eine bedeutsame Rolle. So wird etwa die Einführung einer „westliche Erziehung“ und das euopäisch moderne Ideal "viktorianischer Rollenkonzepte" von Mann und Frau auf dem afrikanischen Kontinent als grundlegendes Fundament zur Etablierung europäischer Staatsmodelle angeführt. Meine Arbeit wird sich entsprechend mit der Frage nach der Verbindung vormoderner hybrider Geschlechterkonzepte in westafrikanischen Kulturen und den statischen europäisch-modernen normativen Ordnungen der Mittelschicht auseinandersetzen. Dabei soll das "Gender-Narrativ" als soziale Konstruktion und identitätsstiftende „Erzählung“ im generationellen Gedächtnis westafrikanischer Studierender untersucht werden.

Projektdetails

Projektart
Dissertation
Fachgruppe
Sprach- und Kulturwissenschaften
Beginn
2017

Einrichtung

Fachbereich/Zentralinstitut
Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut/Seminar
Friedrich-Meinecke-Institut
Fachgebiet/Arbeitsbereich
Didaktik der Geschichte

Projektteam

Forschende