Flexibilisierung naturwissenschaftlicher Praktika durch den Einsatz interaktiver Praktikumsexperimente
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Die Freie Universität hat im Rahmen ihrer Mitarbeit im Best Practice Club „Familie in der Hochschule" bereits in einem ersten Pilotprojekt den Einsatz von interaktiven Praktikumsexperimenten erfolgreich erprobt. In diesem Projekt soll dieser Ansatz nun auf die spezifischen Bedarfe von Nebenfachveranstaltungen ausgeweitet werden. Dabei werden Genderperspektiven wie Anwendungsbezug, Interdisziplinarität, Praxis- und Berufsfeldorientierung in besonderem Maße berücksichtigt, um Studentinnen in den Lehrveranstaltungen stärker anzusprechen. Zudem soll es Studentinnen in Teilen auch ermöglichen, durch interaktive Praktikumsexperimente im Falle von Schwangerschaft und Stillzeit ihr Studium ohne längere Unterbrechung fortzusetzen. Schwerpunkt sind dabei diejenigen Versuche, die mit toxischen oder anderweitigen Junge Studentinnen sind - im Falle einer Schwangerschaft - häufig gezwungen, das Studium aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen bis zum Ende der Stillzeit zu unterbrechen. Experimente in Laborfächern, bei denen häufig auch mit toxischen Präparaten hantiert wird, stellen für werdende Mütter zudem ein grundsätzliches Tabu dar. Für die genannte Zielgruppe entwickeln wir online verfügbare, interaktive Praktikumsexperimente (IPE). Diese ermöglichen es, ohne toxische Belastungen und zeitlich flexibel, reale Experimente vom Heimarbeitsplatz aus virtuell nachvollziehbar zu machen. In Kooperation mit Lehrenden aus den Fachgebieten Chemie, Biologie, Veterinärmedizin und Physik werden fotografische, interaktive Repräsentationen der jeweiligen Experimente auf Basis von Flash Movies erstellt, die mittels Maus und Computer-Bildschirm direkt manipulierbar sind. Derzeit werden Experimente zu folgenden Themen produziert: Messung des Drucks verschiedener Flüssigkeiten in Abhängigkeit von der Temperatur (Chemie), Bestimmung des ß-Carotingehaltes von Luzernegrünmehl (Veterinärmedizin), Virtuelle Mikroskopie (Biologie) und Zerfallsraten radioaktiver Präparate (Physik). Vorbild für das Produktionsverfahren der IPE sind die Interaktiven Bildschirmexperimente (IBE), die am Fachbereich Physik der FU-Berlin in der AG Didaktik entwickelt werden.
Projektdetails
- Projektart
- Forschungsprojekt
- Fachgruppe
- MINT
- Beginn
- 2009
- Ende
- 2015
- Finanzierung
- Bundesministerium für Bildung und Forschung
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Physik
Projektteam
- Leitung
- Prof. Dr. Volkhard Nordmeier
- Mitarbeiter*innen
- Dr. Beate Schattat
Schlagwörter
Frauen; Geschlecht; Geschlechterdemokratie; Hochschulstudium; Physik; Schwangerschaft; Studentinnen; Studium ; Gender; Gender Justice; Higher Education; Physics; Pregnancy; Students; Studies; Women
Publikationen
https://didaktik.physik.fu-berlin.de/projekte/ip/downloads/Handlungsmanual-IPE-Final_Feb_2010.pdf
Forschende
-
Prof. Dr. Volkhard Nordmeier
Aktuell