Erinnern, Vergessen, Verarbeiten: Weibliche Überlebensperspektiven und Transformationsprozesse in Ruanda nach 1994
AbgeschlossenKurzbeschreibung
In meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, wie die ruandische Post-Genozid-Gesellschaft den Folgen der vergangenen Gewalt begegnet. Im Zentrum der Untersuchung steht eine ruandische Frauenkooperative, in der Frauen der Täter wie der Opfer aufeinander treffen. In einem Ausschnitt zeigen diese Frauen, vor welchen Aufgaben die ruandische Gesellschaft steht. Es sind Frauen, die ihr Leben anzupacken versuchen, die um Normalität ringen und die mit ihren sich immer wieder bahnbrechenden Erinnerungen an Schuld und Leid weiterleben und sich auseinandersetzen müssen. Indem mein Projekt die Rekonstruktion subjektiver Perspektiven mit der Analyse ihrer gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft, zielt es darauf, Einsichten in individuelle und soziokulturelle Formen der Gewaltverarbeitung sowie in deren genderspezifische Dimensionen zu gewinnen.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Fachliche Zuordnung
- Sozial- und Kulturanthropologie
- Fachliche Zuordnung 2
- Ethnologie
- Finanzierung
- Rosa Luxemburg Stiftung
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Politik- und Sozialwissenschaften
- Institut/Seminar
- Institut für Sozial- und Kulturanthropologie
Projektteam
- Leitung
- Esther Denzinger
Forschende
-
Esther Denzinger
Ehemalig