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Portal „Datensammlungen Geschlechterforschung”

Diary-writing at European courts at the end of the Old Regime: Concepts of person, ritual and gender

Abgeschlossen

Kurzbeschreibung

An den Höfen der frühen Neuzeit waren die menschlichen Beziehungen durch Status und Etikette geprägt, wobei das öffentliche Leben Vorrang vor dem Privatleben hatte. Um die Mitte des 18. Jhs. wurden die Legitimität des Geburtsrechts und die hohen Kosten des Hoflebens innerhalb und außerhalb des Hofes in Frage gestellt. Zugleich wuchs die Produktion an Selbstzeugnissen an, die traditionell als ein Zeichen zunehmender Selbstreflexion und -befragung interpretiert und mit der Geburt des Individuums in Verbindung gebracht wird. Das Projekt hat folgende Schlüsselfragen: Diente das Schreiben eines privaten Tagebuchs am Hof dazu, Spannungen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen abzubauen, indem eine andere Persona entwickelt wurde? War diese Persona introspektiv oder auf andere, d.h. auf den Platz des Autors in der Hierarchie des Hofes und der Familie bezogen? In welchem Maße war das Personenkonzept durch Rituale der höfischen Umgebung geformt? Welche Rolle spielte das Geschlecht?

Projektdetails

Projektart
Forschungsprojekt
Fachgruppe
Sprach- und Kulturwissenschaften
Beginn
9/1/2006
Ende
12/31/2008
Finanzierung
Deutsche Forschungsgemeinschaft - Sachbeihilfe

Einrichtung

Fachbereich/Zentralinstitut
Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut/Seminar
Friedrich-Meinecke-Institut
Fachgebiet/Arbeitsbereich
Geschichte der Frühen Neuzeit und Geschlechtergeschichte

Projektteam

Leitung
Dr. Lotte C. van de Pol
Mitarbeiter*innen
Univ.-Prof. Dr. Claudia Ulbrich (Betreuerin)

Kontakt

Schlagwörter

Geschichte; Geschlecht; Gesellschaft, sozialer Wandel; Kulturgeschichte; Neuzeit; Personenkonzept; Quellenkunde; Sozialgeschichte; Soziologie ; Cultural History; Gender; History; Modern Time; Personal Concepts; Social History; Society, Social Change; Sociology; Source Study

Forschende