DFG-Exzellenzcluster Languages of Emotion: Wenn Sprache und Emotion divergieren: Geschlechts- und Persönlichkeitsspezifische Auswirkungen aktiver Emotionsunterdrückung bei der Selbstpräsentation im Bewerbungsinterview
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Im beruflichen Kontext ist es oftmals nicht angemessen, Gefühle wie Angst oder Unsicherheit offen zu zeigen. Dagegen wird die Demonstration von Selbstsicherheit und positiver Gefühle im Sinne der Erfüllung sogenannter „Display Rules“ erwartet. Jungen und Männer lernen im Rahmen der geschlechtstypischen Sozialisation ihre Gefühle, die Schwäche signalisieren könnten und als „unmännlich“ gelten, zu verbergen. Bei Mädchen und Frauen wird es eher toleriert, bestimmte Gefühle offen zu zeigen. Die Unterdrückung von Emotionen kann physiologische, kognitive und auch affektive Kosten nach sich ziehen. Das Projekt erforscht die affektiven Kosten unterdruckter Emotionen durch die Anwendung von Display-Rules in einem Bewerbungsinterview. Ziel ist es, Männer und Frauen bei einer verbalen (berufsbezogenen) Selbstpräsentation in einem Experiment unter der Bedingung „gezielter Emotionssuppression“ (vs. keine Instruktion) zu untersuchen. Es werden dabei individuelle Merkmale, die Auswirkungen der Suppression auf die Problemlösekompetenz und Langzeitauswirkungen einbezogen.
Projektdetails
- Projektart
- Exzellenzinitiative-Clusterprojekte
- Fachgruppe
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Beginn
- 9/29/2009
- Ende
- 10/31/2010
- Finanzierung
- Deutsche Forschungsgemeinschaft Exzellenzcluster
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Psychologie
Projektteam
- Leitung
- Univ.-Prof. Dr. Tuulia Ortner
- Mitarbeiter*innen
- Monika Sieverding
Kontakt
- Homepage 2
- languages-of-emotion.de
Schlagwörter
Allgemeine Psychologie; Angst; Arbeitssoziologie; Beruf; Emotion; Frauen; Gefühl; Geschlecht; Geschlechterforschung; Männer ; Anxiety; Emotion; Gender; Gender Studies; General Psychology; Men; Profession; Sociology of Work; Women