Philosophisch-soziologisches Doppelprojekt zur Erforschung diskursiver, institutioneller und subjektiver Prozesse des doing property in transnationalen Reproduktionsökonomien. Fokus auf bioethische Problematisierungen von Eigentum am menschlichen Körper und Praktiken der Propertisierung menschlicher Eizellen in Deutschland und Spanien.
Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Fächergruppe
Sprach- und Kulturwissenschaften
Fachliche Zuordnung
Neuere deutsche Literatur
Beginn
2013
Ende
2018
Stand
Abgeschlossen
Schlagwörter
Poetik des Romans; Gattung und Geschlecht; Autorschaft
Kurzbeschreibung
Mein Promotionsprojekt verfolgt die Herausarbeitung einer Poetik des Romans des Schweizer Autors Robert Walser. Seine drei zu Lebzeiten publizierten Romane entwickeln eine solche Poetik, ebenso wie zahlreiche seiner kürzeren Prosastücke. Die dabei entscheidenden Aspekte - Schreiben und Erzählen in der beschleunigten Moderne, die Beziehung von Leben und Werk, Autorschaft und Kanonisierung - untersuche ich unter einer geschlechterkritischen und kulturhistorischen Perspektive.
Dissertation über essayistisches Schreiben nordamerikanischer Autorinnen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als kulturelle Praxis und ästhetisch-diskursive Intervention. Fokus auf Gender, Körperpolitik, weibliche und rassifizierte Körper, und alternative epistemische Entwürfe. Analyse der Essays von Joan Didion, Audre Lorde, Susan Sontag, Alice Walker, Elizabeth Hardwick und Toni Morrison.
Migration, Care, Social Inequality, Peru, Italy, Transnationalism, Ethnology, Latin America, Sociology
Kurzbeschreibung
Based on a multi-sited ethnographic case study on transnational care chains between Milan (Italy) and Lima, Huancayo, and Cuzco (Peru), the book explores how social inequalities are reproduced through the care practices that follow the introduction of Peruvian migrants into home-based elderly care. Anna Katharina Skornia adopts an innovative approach in combining research on transnational care and migration with a perspective on entangled inequalities. In particular, the study sheds light on the role of state regulations in contributing to these inequalities as well as their ambiguous implications from the perspectives of both caregivers and receivers.
The proposal aims to create a network of European and Latin American universities in order to develop teaching on European Integration and Gender, specially addressing the principle of equality and the gender policies as a cross-cutting concept of the whole integration process. In fact, G-NET will provide expertise to the HEI professors about the gender dimension in the European Integration process through the training for trainers. Meanwhile, HEI courses will be designed and implemented in the partners of the G-NET consortium addressing both gender policies and European integration so that not only students, but stakeholders, policymakers and researchers, especially those in the Latin American regions, could notice and know in-depth the European experience.
In meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, wie die ruandische Post-Genozid-Gesellschaft den Folgen der vergangenen Gewalt begegnet. Im Zentrum der Untersuchung steht eine ruandische Frauenkooperative, in der Frauen der Täter wie der Opfer aufeinander treffen. In einem Ausschnitt zeigen diese Frauen, vor welchen Aufgaben die ruandische Gesellschaft steht. Es sind Frauen, die ihr Leben anzupacken versuchen, die um Normalität ringen und die mit ihren sich immer wieder bahnbrechenden Erinnerungen an Schuld und Leid weiterleben und sich auseinandersetzen müssen. Indem mein Projekt die Rekonstruktion subjektiver Perspektiven mit der Analyse ihrer gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft, zielt es darauf, Einsichten in individuelle und soziokulturelle Formen der Gewaltverarbeitung sowie in deren genderspezifische Dimensionen zu gewinnen.
Das Ziel dieses Projektes ist es, ein Referenzwerk zu schaffen, das WissenschaftlerInnen zur Analyse frauen- und genderrelevanter Stellen des Talmuds nutzen können. Konzipiert ist dieses Referenzwerk als eine Reihe eigenständiger Kommentarbände zu den einzelnen Traktaten des Talmuds, die insgesamt etwa 55 Bände umfassen wird. Bearbeitet werden die einzelnen Traktate von international anerkannten WissenschaftlerInnen, die sich auf das Gebiet der Talmud- und Genderforschung spezialisiert haben. Da der zwischen dem dritten und sechsten Jahrhundert u.Z. entstandene Babylonische Talmud die Bedeutung eines zweiten jüdischen Kanons erlangte, kann ein Kommentar zu diesem Werk nur mit einem Kommentar zur Hebräischen Bibel selbst verglichen werden: Er beschäftigt sich per definitionem mit zentralen Fragen des vergangenen und gegenwärtigen Judentums. Obgleich der babylonische Talmud bis heute maßgeblich das kulturelle Gedächtnis und die religiöse Identität des Judentums prägt, wurde bislang kein feministischer Kommentar zum Babylonischen Talmud vorgelegt: Er bleibt ein Desideratum in der feministischen wie auch in der Frauen- und Genderforschung.
Im Rahmen der Fördermaßnahme sollen Module für das Internetportal queerhistory.de entwickelt werden, mit denen dieses multimediale Lernportal als Material- und Kommunikationsplattform zielgenau für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit ausgebaut und erweitert werden kann. Insbesondere kann es im Rahmen eines im Land Berlin für den Februar 2014 geplanten Queer History Month zur zentralen Informationsplattform für die Vermittlung der Geschichte sexueller Vielfalt dienen.