Beyond the gender compromise: Paradoxien der weiblichen Arbeitsmarktintegration in den USA
AbgeschlossenKurzbeschreibung
Die Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt und die damit verbundene Erosion traditioneller Rollen- und Aufgabenverteilungen gehören zu den zentralen Merkmalen gegenwärtigen sozialen Wandels und verweisen ohne Zweifel auf neue Mechanismen der Verteilung von Lebenschancen. Die Tatsache, dass dem rasanten Anstieg weiblicher Erwerbsquoten eine Schlüsselrolle im Umbruch von Familie, Ökonomie und Wohlfahrtsstaat zukommt, ist dabei weniger umstritten als die sozialtheoretische Deutung der Entwicklung. Die vorliegende Arbeit folgt dem Ziel, die Auflösung ehemals separater Geschlechtersphären anhand der weiblichen Arbeitsmarktintegration in den USA historisch nachzuvollziehen und gesellschaftstheoretisch einzuordnen. Der Fall USA steht dabei für eine von Paradoxien und Ambivalenzen geprägte Entwicklung, die sich sowohl als Ausdruck eines individualistischen Liberalismus sowie als exemplarisch für eine allgemeine neoliberale Wende innerhalb moderner westlicher Wohlfahrtsstaaten verstehen lässt. Die übergeordnete Fragestellung lautet dabei, in welcher Weise sich die Strukturprinzipien gesellschaftlicher Ungleichheiten in den USA aufgrund der beschriebenen Verschiebungen im Geschlechterverhältnis verändert haben – und ob der Geschlechtszugehörigkeit überhaupt noch eine Bedeutung für die Verteilung von Lebenschancen zugeschrieben werden kann. Anhand einer empirischen Bestandsaufnahme (Teil I), der Gegenüberstellung und Evaluation zwei dominanter Deutungsmodelle (Teil II) sowie entlang der Revision gegenwärtiger Analyseinstrumentarien der feministischen Theorie (Teil III) kommt die Arbeit schließlich zu dem Schluss, dass sich gegenwärtige Geschlechterverhältnisse in den USA nur mit dem Blick auf ihre Verschränkung mit weiteren Ungleichheitslagen, vor allem der sozialen Klasse, analytisch nachvollziehen lassen.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fächergruppe
- Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
- Ende
- 2015
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Soziologie
Projektteam
- Leitung
- Dr. Jana Gerlach
Kontakt
- jana.gerlach@fu-berlin.de
Schlagwörter
Arbeitsmarkt; Feminismus; USA; Geschlechterforschung; Kapitalismus; Labor Market; Feminism; United States
Publikationen
Forschende
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Dr. Jana Gerlach
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