Aus der Naturperspektive: Eine ökokritische Lektüre der nicht-menschlichen Welt im Werk der brasilianischen Autorin Clarice Lispector
LaufendKurzbeschreibung
Dieses Promotionsvorhaben verfolgt das Ziel, das Werk der brasilianischen Schriftstellerin Clarice Lispector (1920-1977) nach öko- und wissenschaftskritischen Aspekten zu analysieren. Trotz der weltweit umfangreichen Sekundärliteratur zu Lispectors Werk bleiben wesentliche Aspekte ihrer Texte immer noch unberücksichtigt. Dies berührt vor allem die vielen Anknüpfungspunkte zwischen Lispectors literarischen und ‘mystischen‘ Weltdarstellungen und bestimmten Diskursen in der aktuellen Theoriebildung, die die strikte Trennung von Natur und Gesellschaft, Kultur und Barbarei, Menschen und Nicht-Menschen, Subjekt und Objekt nachdrücklich hinterfragen. Mit den Arbeiten vor allem von Eduardo Viveiros de Castro, Bruno Latour und Philippe Descola steht erst in jüngster Zeit ein vielversprechendes Instrumentarium zur Verfügung, mit dem man diese Art von "Kosmologie" wissenschaftlich-terminologisch genauer und ergiebiger fassen kann. Clarice Lispectors Werk bietet sich vor dem Hintergrund dieser Theorien für eine modernekritische und gleichzeitig ökokritische Lektüre an, die in dieser Dissertation verfolgt wird.
Projektdetails
- Projektart
- Dissertation
- Fachgruppe
- Sprach- und Kulturwissenschaften
- Beginn
- 2013
Einrichtung
- Fachbereich/Zentralinstitut
- Lateinamerika-Institut
- Fachgebiet/Arbeitsbereich
- Literaturen und Kulturen Lateinamerikas